Das Subjekt in kapitalistischer Ordnung – the young girl

Inwiefern spielen sich Markt und Schönheitsbild gegenseitig den Ball zu?

“Macht wirkt in postwohlfahrtstaatlichen Gesellschaften nicht primär repressiv, sondern als eine Aktivierungsmacht, eine Überforderungsmacht, eine Macht des Weckens von Aspirationen und des Setzens von Anreizen

“Yes you can! […] – Yes you must!”
Es ist eine Macht, die erschöpft, und der Optimierungsvitalismus soll genau das verbergen.”

Inwiefern spielen sich Markt und Schönheitsbild gegenseitig den Ball zu? Stützt das verbreitete Schönheitsbild und die damit gesetzten Anreize den Kapitalismus in der Form, dass es seine visuellen Auswirkungen auf die Menschen einer Stressgesellschaft verschleiert? Welche Manipulationsstrategien werden angewendet? Wird durch das gegenwärtige Fördern einer individuellen Selbstentfaltung der Gesellschaft eben diese von großen Themen wie Politik und Kapitalismus (etc.) abgelenkt? Wird der Bürger ständig psychisch und physisch „repariert“, um den Kapitalismus am Laufen zu halten? Wieso funktionieren das Süße, Goldige, Hübsche als Hauptästhetiken im Konsumismus? Inwiefern sind wir noch frei in unserem Schönheitsempfinden?